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11.08.2014: PALMAX PD-1000 Plus

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Heute möchte ich eines meiner aktuellen Lieblingsstücke aus meiner PC-Sammlung vorstellen: den PALMAX PD-1000 Plus. In Deutschland besser bekannt als "IPC Lifestyle". Es handelt sich dabei um ein Mini-Notebook aus dem Jahr 1999, das dem Toshiba Libretto 50CT bzw. 70CT erstaunlich ähnlich sieht. Tatsächlich sind die Übereinstimmungen so zahlreich, dass man kaum von einem Zufall ausgehen kann. Die Hardware des PALMAX ist jedoch um einiges leistungsfähiger.

Zu den Eckdaten:

  • Cyrix MediaGXi-S, 166 MHz (SoC auf Basis des Cyrix 5x86)
  • 32 MB RAM (max. 64 MB, EDO SO-DIMM)
  • 6,1" TFT-Touchscreen, 640x480 Pixel bei 16 Bit Farbtiefe
  • interne 2,5" IDE-Festplatte mit 1,6 GB
  • Card Bus-Slot, USB 1.1, Infrarot-Schnittstelle
  • optimiert für Windows 98
  • UVP zur Markteinführung: 3.498 DM

Es gab auch noch andere Modelle. Der ältere PD-1000 (ohne "Plus") hatte nur 120 MHz und wurde mit Windows 95 ausgeliefert. Das Nachfolgemodell hingegen, der PD-1100, verwendete den MediaGXm mit 233/266 MHz und MMX-Unterstützung. Außerdem kam beim PD-1100 SDRAM statt EDO-RAM zum Einsatz. Im Großen und Ganzen waren die Modelle sonst identisch.

Bei meinem Exemplar habe ich die IDE-Festplatte durch eine CF-Karte mit 4 GB ersetzt. Als Betriebssystem ist Windows 98 Second Edition mit dem inoffiziellen Service Pack 2 und einem universellen USB-Stack installiert. Damit lässt sich ganz ordentlich arbeiten. Richtig gut eignet sich der PALMAX als Retro-PC für DOS-Spiele. Prozessor und Speicherausbau reichen, um nahezu alle DOS-Spiele flüssig spielen zu können; und auf dem kleinen Display wirkt auch VGA-Grafik in 320x200 nicht pixelig. Viel Platz nimmt er auch nicht weg. Ein DOS-Handheld, sozusagen. Einziger Haken hierbei: unter DOS kann weder eine USB-Maus, noch der Touchscreen verwendet werden.

Zum PD-1000 gehört auch ein Port-Replikator, der die beim PC üblichen Schnittstellen zur Verfügung stellt (PS/2 für Maus und Tastatur, VGA, serielle und parallele Schnittstelle, sowie ein proprietärer Anschluss für ein externes CD-ROM-Laufwerk). Ein Disketten-Laufwerk kann am Parallel-Port angeschlossen werden. Bei dem proprietären Anschluss für das CD-ROM-Laufwerk handelt es sich vermutlich um den nach außen geführten zweiten IDE-Port. Neben dem Port-Replikator gab es als optionales Zubehör auch eine Docking Station, bei der CD-ROM- und Disketten-Laufwerk fest eingebaut waren (so eine suche ich noch).

Sowohl das Mini-Notebook, als auch das Zubehör gab es in mindestens drei Farben: silber, schwarz und zweifarbig blau/silber.

Das soll als Kurzvorstellung erst einmal reichen. In einem späteren Artikel werde ich auf die Besonderheiten der Hardware und die Geschichte des MediaGX eingehen. Wer zu den glücklichen Besitzern eines PALMAX PD-1000 Plus gehört und auf der Suche nach den passenden Treibern für Windows 9x ist: diese sind im Download-Bereich zu finden.

Schlagworte: Notebooks, PALMAX, PC, PD-1000, Rarit├Ąten